Recycling in der Küche: Kaffeesatz

Kaffeesatz recycling recyclen

Ganz gleich, ob du täglich Kaffeesatz aus deinem Handfilter entfernst oder ob dein Lieblingscafè an der Ecke Säcke voller Espressopuks verschenkt: Du denkst dir bestimmt auch, dass der Kaffeesatz zu schade für die Mülltonne ist. Da können wir dir nur zustimmen! Hier geben wir Tipps, wie du die Reste weiterverwerten kannst.

Kompost herstellen

Eine großartige Möglichkeit Kaffeesatz vor dem Müll zu bewahren, ist der Komposthaufen im Garten. Dort können die Reste ganz einfach untergemischt werden, damit die Nährstoffe und Mineralien in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt gelangen. Besonders das Nitrat wird von den Pflanzen geschätzt, denn es hilft beim Wachstum. Aber auch wer keinen Garten hat, kann beispielsweise in einem Komposteimer speziell für die Küche wertvollen Humus für die Balkonkästen aus recycelten Küchenabfällen gewinnen. Einfach mit den Küchenabfällen zusammen in den Komposteimer geben und schon hast du Mutterboden, über den sich deine Geranien freuen.

Kaffeesatz kann man kompostieren

Dünger für deine Pflanzen

Die Verwendung der Kaffeereste endet nicht beim Kompost. Viele Menschen geben den Kaffeesatz direkt in die Erde und nutzen es als Dünger. Auch deine Zimmerpflanzen freuen sich über ein paar Löffel Kaffee im Topf. Der Vorteil besteht darin, dass dem Boden organisches Material hinzugefügt wird. Das verbessert die Drainage und die Belüftung der Erde.

Der gemahlene Kaffee trägt auch dazu bei, dass die für das Pflanzenwachstum nützlichen Mikroorganismen gedeihen. Kaffeesatz senkt den pH-Wert des Bodens entgegen der geläufigen Meinung nicht wirklich. Gebrauchter Kaffeesatz ist fast pH-neutral. Wenn du deinen Kaffeesatz zusätzlich noch mal z. B. mit aufgefangenem Nudelwasser auswäschst (ohne Salz!), ist der pH-Wert nahezu säurelos (ungefähr 6,5).

Um ihn als Dünger zu verwenden, arbeite einfach den Kaffeesatz in die Erde rund um die Pflanzen ein. Und wenn von deinem Morgenkaffee noch etwas übrig geblieben ist, kannst du den übriggebliebenen Wachmacher mit Gießwasser vermischen und damit deine grünen Mitbewohner:innen wässern.

Pilze auf Kaffeesatz züchten

Pilze züchten- ja, echt!

Du kannst deine eigenen essbaren(!) Pilze in der Küche wachsen lassen. Dafür brauchst du gar nicht viel: Sporen, ein Gefäß, Wasser und Kaffeesatz.

Besorge dir Sporen aus dem Biomarkt und ein geeigentes Gefäß, zum Beispiel aus Glas. Breite die Sporen darin nach Packungsanweisung aus. Über die Sporen kannst du nun die abgekühlten Reste aus deinem Filter streuen. Nach ein bis zwei Tagen siehst du den ersten Flaum des Myzeliums und kannst eine neue Lage streuen. Wiederhole das, bis sich die Frucht, das was wir gemeinhin als Pilz bezeichnen, bildet. Das Myzelium liebt den nitratreichen Kaffeesatz und wächst schnell. Die Pilze selbst in der Küche zu züchten, kann deshalb auch ein tolles Experiment für Kinder sein.

Färben und Basteln

Du bekommst diesen einen, hartnäckigen Fleck nicht aus deinem T-Shirt heraus? Kein Grund es wegzuwerfen! Nimm einfach die Reste deiner letzten paar Tassen Kaffee und färbe dein Shirt ein. Die warmen, sanften Kaffeetöne sehen nicht nur schön aus, sondern sind garantiert frei von Chemie und schaden deiner Haut nicht. Auch selbstgeschöpftes Papier kann man damit färben und parfümieren- ein perfektes Geschenk für den nächsten Geburtstag, besonders in Kombination mit einem unserer Probierpakete!

Peelings und Masken

Koffein ist in vielen Kosmetika enthalten. Doch auch in der Herstellung von einfachen Peelings und Masken Zuhause kannst du den Effekt nutzen. Das grobe Pulver entfernt kleine Unreinheiten. Das Koffein strafft die Haut und lässt dich frischer wirken. Wie bei allen Kosmetika gilt jedoch: Probiere vorher kleine Mengen aus, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Frau mit Kaffee von TRUESDAY

Statt Streusalz im Winter, Kaffeesatz nutzen

Vereiste Wege sind gefährlich. Aber statt umweltschädliches Streusalz zu verteilen oder für viel Geld eigens Sand zu kaufen, kannst du ganz einfach übrig gebliebenen Kaffeesatz benutzen. Der ist biologisch abbaubar und fällt sowieso an. Ideales Recycling-Material!

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