Exotischer Genuss: Kaffee aus Kolumbien

Huila in Kolumbien, Herkunftsland von Kaffee

Für viele von uns gehört die Tasse Kaffee genauso zu einem typischen Morgen wie frische Brötchen oder die Tageszeitung. Was wir dabei schnell vergessen: Ehe der Kaffee in unserer Tasse landet, legt er eine weite Reise zurück. Um ihn guten Gewissens zu genießen, ist es wichtig, diese Reise nachvollziehen zu können. Bei TRUESDAY ist genau das möglich! In diesem Beitrag nehmen wir dich mit nach Kolumbien. 

Um zu gedeihen, brauchen Kaffeepflanzen bestimmte klimatische Verhältnisse: keinen Frost,  viel Regen und durchschnittliche Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Ein solches Klima findet sich im sogenannten Kaffeegürtel, einem Streifen von tropischen und subtropischen Kaffee-Anbaugebieten, der wie ein Gürtel einmal rund um die Erde reicht. 


In Kürze:

Kaffeetyp: Arabica

Arabica-Varietäten: Typica, Bourbon, Maragogype, Caturra

Hauptblüte: Januar bis Mai

Haupternte: September bis Januar

Kaffee ist in Kolumbien wichtig

Bedeutung der Kaffeewirtschaft für Kolumbien

Auch Kolumbien liegt innerhalb des Kaffeegürtels. Die Geschichte des Kaffees begann in dem südamerikanischen Land im Jahr 1723: Damals brachten Angehörige des katholischen Jesuitenordens die ersten Kaffee-Pflanzen nach Kolumbien. Nach und nach entwickelte sich das Land zu einem der größten Kaffeeanbaugebiete auf der Erde. Eine große Rolle spielt dabei der Export: Nur etwa ein Fünftel der Ernte bleibt im Land. Der restliche Kaffee reist von dort aus in in viele verschiedene Länder, darunter auch nach Deutschland – so ist Kolumbien 2022 das drittgrößte Kaffee-Exportland der Welt.

Es gibt in Kolumbien ca. 540.000 Kaffeeproduzent:innen. Insgesamt sind rund 2 Millionen Menschen von der Kaffeewirtschaft abhängig. Umso wichtiger ist es, den wahren Preis für Kaffee zu zahlen: Stell dir vor welche Auswirkungen es auf das gesamte Land hätte, wenn jede:r Einzelne dieser Menschen gerechten Lohn erhalten und die ökologischen Kosten für Bodennutzung oder Klimawandel ausgeglichen werden würden!

Arabica Kaffee – dick wie Tinte?

Seit der Kaffee nach Kolumbien kam, gehört er dort zur Kultur. Auf den Tisch kommt er gerne als „Tinto“: ein sehr dicker und konzentrierter Kaffee, weshalb das Getränk “Tinte” genannt wird. 

In Deutschland steht kolumbianischer Kaffee für besonders hohe Qualität und raffinierten Geschmack – gewissermaßen ein kleiner Luxus für den Alltag. Fast immer ist es Arabica-Kaffee, der als kolumbianischer Kaffee in den Tüten landet.

Schwarzer Kaffee ist typisch für Kolumbien

Kaffeeanbau in Kolumbien: bedroht durch den Klimawandel

Wie die Zukunft des Kaffeeanbaus in dem südamerikanischen Land aussieht, ist unklar. Denn Kaffeepflanzen sind sehr empfindlich. Mit den schwankenden Temperaturen, extremer Hitze oder starkem Regen, die der Klimawandel mit sich bringt, kommen sie nicht zurecht. Dagegen fühlen sich Schädlinge wie der Kaffeekirschenkäfer mit dem neuen Klima umso wohler – und sorgen so zusätzlich dafür, dass die Ernten geringer ausfallen.

Deshalb sind Initiativen wie die unserer Partnerorganisationen Eden Reforestation oder des Argote Education Center so wichtig. Eden pflanzt neue Bäume. Dabei setzen sie zum Beispiel auf Mangroven, um möglichst viel CO2 zu binden. Für sie ist die Arbeit nach der Pflanzung nicht getan: Sie betreuen die Setzlinge und achten darauf, dass der Wald auch wirklich “nachwächst”. Das schafft wiederum Arbeitsplätze. Langfristige Projekte, wie das Argote Education Center, bringen den Menschen umweltschonende Kaffeeanbaumethoden näher. So entstehen Umweltschäden erst gar nicht.

Kaffee aus Kolumbien kaufen, aber welchen? Fair ist gut, True ist besser!

Auch deshalb setzen wir bei TRUESDAY auf das True-Price-Modell. Ähnlich wie bei herkömmlichen Fair-Trade-Siegeln lässt sich der Kaffee dadurch bis zum Erzeuger zurückverfolgen.

Aber: Bei True Price ist der Preis, den du für Kaffee bezahlst, der wahre Preis dafür. Dieser setzt sich zusammen aus dem Marktpreis und den Kosten, die es benötigt, um die Produktionsauswirkungen auf Mensch und Natur auszugleichen – etwa den Wasserverbrauch oder den CO2-Ausstoß durch den Transport. Auf diese Weise kannst du deinen Kaffee wirklich guten Gewissens genießen.

Auf ins Kaffeedreieck!

Hauptanbaugebiet in Kolumbien ist Eje Cafetero, auf Deutsch „das Kaffeedreieck“. Es befindet sich im Herzen des Landes und ist seit über zehn Jahren Teil des Unesco-Welterbes. Hier, wo sich nebelverhangene Bergketten mit grünen Tälern abwechseln, gibt es viele Kaffeeproduzent:innen, die sich tagtäglich mit dem Kaffeeanbau zu tun haben und damit ihren Lebensunterhalt verdienen: Sie legen Saatgut in die Erde, pflanzen Setzlinge um, düngen, bewässern und schneiden die Sträucher und ernten die Kaffeekirschen schließlich von Hand. Zwei dieser Menschen sind unsere ersten Kaffeebauern Elver und Ciro. TRUESDAY-Gründer Henning Reiche fand die beiden über Facebook und schrieb ihnen direkt eine Nachricht. 

Die Ernte von Kaffee in Kolumbien ist harte Arbeit

Beste Voraussetzungen, bester Kaffee

Zwar liegt ganz Kolumbien in der tropischen Zone. Dennoch vereint das Land verschiedene Klimaverhältnisse: Im Flachland herrschen durchschnittliche Temperaturen von 24 Grad, es ist tropisch heiß und feucht. Zwischen 1000 und 2000 Höhenmetern herrscht ein gemäßigtes Klima, in noch höher gelegenen Regionen ein kalttropisches oder sogar hochalpines Klima. 

Wie der Kaffee später schmeckt, hängt ab von der angebauten Sorte und davon, wo sich die jeweilige Kaffeeplantage befindet. Entsprechend zeichnet sich kolumbianischer Kaffee auch durch viele verschiedene Geschmacksprofile aus. 

Kolumbianischer Hochlandkaffee und andere Geschmackserlebnisse

Dennoch gibt es einige wiederkehrende Merkmale: So beschreiben Verkoster:innen kolumbianischen Kaffee als mild und ausgewogen mit einem mittleren, seidigen Körper. Der Säuregehalt ist mittel bis hoch. Beim Aufbrühen ergeben die gemahlenen Bohnen ein helles und lebhaftes Getränk. Wer über einen guten Geschmackssinn verfügt, schmeckt oft blumige Anklänge, Spuren von Zitrusfrüchten, roten Beeren, Äpfeln oder Gewürzen heraus, manchmal auch eine Süße, die an Schokolade, Zuckerrohr oder Karamell erinnert.

Cauca Excelso Kaffee aus Kolumbien

Arabica-Kaffee in seiner ganzen Vielfalt 

Drei der prestigeträchtigsten Kaffees Kolumbiens sind die Sorten Medellin, Armenia und Manizales, benannt nach ihren Anbaugebieten im Kaffeedreieck. Ihr Säuregehalt ist höher als von Sorten, die auf den Plantagen in östlichen Regionen wachsen. 

Weiter südlich befinden sich die beiden Provinzen Huila und Cauca, aus denen wir unseren Kaffee beziehen. Huila-Kaffee zeichnet sich durch ein eher zartes Profil aus, durch helle Säure, einen mittleren Körper und ein fruchtig-süßes Karamellaroma. Bei Cauca-Kaffee handelt es sich um eine sehr starke Sorte mit hohem Säuregehalt und einem mittleren Körper. Die Sorte schmeckt weich, ausgewogen und hat eine blumige, etwas karamellige Note.

Übrigens: Kolumbianischer Kaffee hat keinen höheren Koffeingehalt als solcher aus anderen Herkunftsländern. Auch die Farbe der Kaffeebohnen sagt nur wenig darüber aus. Zwar hat eine dunkle Röstung tendenziell minimal mehr Koffein als eine helle. Entscheidend für den Koffeingehalt ist aber letztlich die Kaffeesorte – und nicht, wie lange die Kaffeebohnen geröstet wurden.

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